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US-Markt für energieeffiziente Produkte bietet große Chancen
US-Markt für energieeffiziente Produkte bietet große Chancen
Erfolgreiche deutsche Präsentation in San Francisco / Hervorragende Aussichten für die Branche / Von Martin Gutzat
San Francisco (bfai) - Auf einem Symposium über Energieeffizienz bei Gebäuden fanden Produkte und Technologien der deutschen Teilnehmerfirmen starke Beachtung. Vielversprechende Kontakte brachten anschließend zahlreiche Treffen mit US-Firmen und Entscheidungsträgern. Die deutschen Geschäftschancen gelten als ausgezeichnet, und ein Markteinstieg wäre angesichts des riesigen Marktvolumens und Potenzials äußerst lukrativ. Dies gilt besonders für Gebäude, da Regierung und Wirtschaft erhebliche Einsparpotenziale realisieren. (Kontaktanschriften)
Sehr beeindruckend fand die US-Teilnehmerin Andrea Traber, gemäß einhelliger Meinung der US-Teilnehmer, die Präsentationen deutscher Firmen aus der Sparte Energieeffizienz auf dem “Energy Efficiency Symposium” in San Francisco.
Die Fachkonferenz mit dem Untertitel “Insight Into German & American Green Building” fand am 4.3.08 statt. Traber ist die Direktorin der Green Building Group bei Kema Services (www.kemagreen.com), eine Beratungsfirma für umweltfreundliche Bauprojekte, in Oakland im Bundesstaat Kalifornien.
Die Fachkonferenz fand im Rahmen des Außenhandelskammer (AHK)-Geschäftsreiseprogramms der Exportinitiative Energieeffizienz statt. Mit dieser Initiative unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi, www.bmwi.de) deutsche Unternehmen bei der Auslandsmarkterschließung, um energieeffiziente Produkte, Technologien und Dienstleistungen “Made in Germany” im Ausland zu vermarkten. Neben dem Symposium hatte die AHK San Francisco in den folgenden Tagen individuelle Gespräche mit und Besuche bei Unternehmen und Entscheidungsträgern in den USA vermittelt.
Da Kalifornien unter den US-Bundesstaaten als Vorreiter in der Umweltpolitik gilt, war der Ort der Konferenz passend gewählt. Das neue Bundesgebäude “San Francisco Federal Building” gehört zu den “most energy efficient buildings” in San Francisco und erwartet das begehrte “Leadership in Energy and Environmental Design” (LEED)-Zertifikat.
Deutsche Teilnehmer zeigten sich in Gesprächen mit der bfai äußerst zufrieden. Sie hielten das Symposium und die anschließenden Treffen für nützlich, sahen die Kontakte als zukunftsträchtig und Vertragsabschlüsse als durchaus möglich an. Alle befragten Vertreter würden an einer solchen Veranstaltung nochmals teilnehmen und sie weiterempfehlen. Das Symposium lockte Dank des guten deutschen Rufs, unterstrichen von der Werbetrommel der AHK, etwa 150 Fachbesucher an. Und die AHK hatte für die deutschen Firmenvertreter insgesamt 104 Treffen mit 25 US-Partnern arrangiert, darunter mit Architekturbüros, Bauunternehmen, Consultingfirmen, öffentlichen Stromversorgern und Regierungsämtern.
Manfred Hegger, Professor am Fachgebiet Entwerfen und Energieeffizientes Bauen an der TU Darmstadt und Vorstandsvorsitzender der Firma HHS, brachte die positive Stimmung auf den Punkt. “Wir hatten viel erwartet, haben aber noch viel mehr bekommen.” Ein von Hegger geführtes Team von Studenten gewann 2007 den “Solar Decathlon 2007″ des Energieministeriums (www.solardecathlon.org). Bei diesem Wettbewerb konkurrieren 20 Universitäts-Teams darum, nach zehn Bewertungskriterien dass attraktivste, effektivste und energiesparsamste Solarhaus zu bauen.
Auch die US-Teilnehmer waren angetan von dem Symposium. Lisa Michelle Galley, Leiterin von Galley Eco Capital (www.galleyecocapital.com), eine Beratungsfirma für umweltfreundliche Immobilieninvestoren, und Moderatorin des Symposiums, lobte im Gespräch mit der bfai “The excellent presentations of the German companies really reflect Germany`s strong economic and political commitment to energy efficiency.”
Zufriedenheit herrscht auch auch beim Ausrichter. “Das Feedback von deutschen und US-amerikanischen Firmen war hervorragend, und es fanden sehr interessante Gespräche statt,” freute sich Kammerchef Johannes Buchholz. Er bezeichnete als einen der Höhepunkte, dass ein US-Unternehmen einer deutschen Firma anbot, den Vertrieb für den gesamten US-Markt zu übernehmen.
Dies könnte äußerst lukrativ werden, weil der US-Markt für Energieeffizienz sehr groß ist. Nach der Untersuchung “Renewable Energy and Energy Efficiency - Economic Drivers for the 21st Century” der American Solar Energy Society (ASES, www.ases.org) hatte der Markt, gemessen an Einnahmen beziehungsweise Budgets, 2006 ein Volumen von 932,6 Mrd. US$ erreicht und 3,5 Mio. direkte sowie weitere 4,5 Mio. indirekte Arbeitsplätze geschaffen.
| Segment | Einnahmen /Budgets(Mrd. US$) | DirekteArbeitsplätze (in 1.000) | Arbeitsplätzeinsges. (direkt und indirekt in 1.000) |
| Isolierung | 5,0 | 26 | 60 |
| Energiedienstleistungsunternehmen 1) | 3,0 | 19 | 44 |
| Recyceln | 275,0 | 1.310 | 3.013 |
| Fahrzeugbau | 73,0 | 165 | 380 |
| Haushaltgeräte und -beleuchtung | 22,0 | 86 | 198 |
| Fenster und Türen | 12,0 | 51 | 117 |
| Computer, Kopier- und Fax-Geräte | 90,0 | 312 | 718 |
| Fernseh-, Video- und Audioausrüstungen | 45,0 | 183 | 421 |
| Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik 2) | 12,0 | 45 | 104 |
| Industrie- und ähnliche Maschinen | 19,0 | 76 | 175 |
| Verschiedene Gebrauchsgüterproduktion | 105,0 | 389 | 894 |
| Verbrauchsgüterproduktion | 220,0 | 528 | 1.214 |
| Versorgungsbetriebe | 2,0 | 14 | 32 |
| Bauindustrie | 36,0 | 227 | 522 |
| Privatwirtschaft insgesamt | 919,0 | 3.431 | 7.892 |
| EE-Ausgaben der Bundesregierung | 3,3 | 15 | 35 |
| EE-Ausgaben der Bundesstaaten | 3,0 | 28 | 64 |
| EE-Ausgaben der Kommunen | 2,3 | 21 | 48 |
| Regierung insgesamt | 8,6 | 147 | |
| EE-Handel, Verbände, NGO | 0,5 | 3 | 7 |
| Alle Sektoren insgesamt | 932,6 | 3.498 | 8.046 |
1) ESCO (energy service company industry); 2) HVAC (Heating, Ventilating, and Air-Conditioning)
Quelle: American Solar Energy Society (ASES, www.ases.org), 2007
Auch die Aussichten sind glänzend. Nach verschiedenen ASES-Prognosen werden die Einnahmen des Sektors bis 2030 unter den bescheidendsten Annahmen (”Base Case”) um 95% auf 1.818 Mrd. US$ steigen und die Anzahl neuer direkter und indirekter Jobs um 85% auf 15,0 Mio. zunehmen. Im günstigsten Fall (”Advanced Scenario”) erreicht der US-Markt für energieeffiziente Produkte und Dienstleistungen eine Steigerung um 320% auf 3.933 Mrd. US$ und schafft unmittelbar 32,2 Mio. neue Arbeitsplätze.
Besonders bei Gebäuden, vor allem bei öffentlichen Bauten, gewinnt Energieeffizienz schnell an Bedeutung. So haben bis Ende 2007 rund 4.100 Gebäude und Fabriken den “Energy Star” des Umweltschutzbundesamtes “U.S. Environmental Protection Agency” (EPA, www.epa.gov) erworben. Allein 2007 kamen in etwa 1.400 Gebäude hinzu. Die ausgezeichneten Gebäude umfassen etwa 1.500 Bürogebäude, rund 1.300 Supermärkte, 820 “K-12″-Schulen (von der 1. bis zur 12. Klasse) und 250 Hotels. Ferner haben über 185 Banken, Finanzzentren, Krankenhäuser, Gerichtsgebäude, Lagerhallen, Studentenheime und erstmals ein Diskont-Einzelhandelsgebäude den Energie Star erhalten. Zudem wurden mehr als 35 Fabriken ausgezeichnet, darunter Zementwerke, Kfz-Montagebetriebe, Maisraffinerien und erstmals eine Ölraffinerie.
Kontaktanschriften
Einen Einstieg mit Basisinformationen und Links zu weiterführenden Informationen über die Exportinitiative Energieeffizienz des BMWi bietet das Außenwirtschaftsportal iXPOS (www.ixpos.de)
Deutsch-Amerikanische Handelskammer
German American Chamber of Commerce, California Branch
201 California St., Suite 450
San Francisco, California 94111, USA
Tel.: 001415/248-12 40, Fax: -627-91 69
E-Mail: info-ca@gaccny.com, Internet: www.gaccsanfrancisco.com
Sekretariat Exportinitiative Energieeffizienz
c/o Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Scharnhorststrasse 34-37
10115 Berlin
Tel.: 030/186 15 63 00/-63 01, Fax: -53 00
E-Mail: sekretariat@efficiency-from-germany.info, Internet: http://www.efficiency-from-germany.info/
Anmeldungen für Geschäftsreisen:
Berliner Energieagentur GmbH
Frau Anja Krechting
Französische Str. 23
10117 Berlin
Tel.: 030/29 33 30-0, Fax: -30-99
E-Mail: krechting@berliner-e-agentur.de, Internet: www.berliner-e-agentur.de
(M.G.)



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